Leseecke — 15. Mai 2014 at 12:31

Welche Geheimnisse liegen hinter dem Wechsel der Qiblah?

Der Wechsel der Qiblah von Bayt al-Muqadas zur heiligen Kaaba war für jeden ein Rätsel; diejenigen, die der Meinung waren, dass jede Regel beständig und unveränderlich bleiben sollte, grübelten: Wenn es doch notwendig ist in Richtung Kaaba zu beten, warum wurde es dann nicht von Anfang an verordnet? Und wenn Bayt al-Muqadas, welches für die vorherigen Propheten, die Höherstehenden, als Kaaba angesehen wurde, warum wurde die Richtung dann geändert?

Die Feinde fanden in dieser Thematik ebenfalls einen fruchtbaren Grund, um die Köpfe der Leute vergiften zu können. Sie könnten wahrscheinlich gesagt haben: Am Anfang hat Er, Nabi Mohammad (Friede und Segen seien auf ihm und seiner Familie), sich zur Qiblah der vorherigen Propheten gedreht, doch nachdem er Siege kosten durfte, überkamen ihn rassistische und nationalistische Neigungen und deshalb ersetze er die Qiblah für seine eigenen Leute!

Oder sie könnten gesagt haben: Er hat Bayt al-Muqadas am Anfang als seine Qiblah akzeptiert, um die Juden und Christen von seiner Religion zu überzeugen, doch als er später bemerkte, dass sich diese Wirkung nicht erwiesen hat, wechselte er zur Kaaba.

Die Aufregung und der Tumult, welches dieses Geflüster, besonders in einer Gesellschaft, die zu diesen Zeiten aus Götzenkults und Vielgötterei und denjenigen, die durch das Licht von Wissen, Forschung und Glaube völlig illuminiert wurden bestand, erzeugt haben muss – ist zu offensichtlich.

Aus diesem Grund sagt der Koran in Vers 143, Sure al-Baqara ausführlich, dass dies eine große Prüfung war, um die Position der Gläubigen und die der Götzendiener feststellen zu können.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass einer der wichtigen Gründe für die Änderung der Qiblah folgenden Belang hatte. In dieser Periode, als die Kaaba das Zentrum der Idole der Polytheisten war, wurde den Muslimen verordnet, für eine bestimmte Zeit ihr Gebet in Richtung Bayt al-Muqadas zu verrichten und in dieser Weise ihre Reihen zu separieren und sich von den Polytheisten zu distanzieren. Doch als sie nach Mekka emigrierten und sich ihre Reihen völlig von den der Anderen abgegrenzt hatten, war es nicht mehr notwendig mit der bevorstehenden Mission fortzuführen. Folglich richteten sie sich zur Kaaba, dem ältesten (antiksten) Brennpunkt der Propheten und dem Zentrum der Monotheisten.

Es ist einfach offensichtlich, dass das Verrichten des Gebetes in Richtung Bayt al-Muqadas für diejenigen, die die Kaaba als das geistige, eindrucksvolle Gebäude ihres eigenen Stammes betrachteten, sehr schwer war und ebenso war die Rückkehr zur Kaaba schwer, nachdem sie sich an die erste Qiblah gewohnt hatten.

Auf diese Weise wurden die Gläubigen in einen Schmelztegel der Überprüfungen gestellt, damit die Spur der Vielgötterei, welche immer noch in ihnen existierte, im „heißen Ofen“ dieses Tests verbrannt werden konnte. Sie trennten ihre Vereinigung zu ihrer polytheistischen Vergangenheit und entwickelten dort in ihnen den absoluten Geist der Unterwerfung vor Gottes Geboten.

Grundsätzlich, wie wir vorher erwähnt haben, besitzt Gott keinen Platz oder Position; Die Qiblah ist nur ein Code um eine Einheit innerhalb der gläubigen Reihen zu gründen und die Erinnerungen an den Monotheismus wieder zu beleben und so würde das Wechseln nichts verändern. Das Wichtige ist Seine (swt) Verordnungen zu befolgen und die Idole des Fanatismus, des Eigensinns und des Egoismus zu zerschmettern.

 

Holly Kaaba

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