Leseecke — 22. Dezember 2014 at 22:48

Das Martyrium von Imam Ridha (a.s)

Der bösartige Kalif war verängstigt von der ansteigenden Popularität des heiligen Imams. Es gab einen großen und schnellen Zuwachs an Schiiten, was an der Bekanntheit des heiligen Imams (a.s.) lag. Ma‘mun fand keine Lösung für dieses Problem und entschied sich den Imam (a.s.) zu töten.

Im Jahre 203 nach der Hijra, wanderte Ma‘mun nach Bagdad aus und er bat den Imam (a.s.) ihn zu begleiten. In Sarakhs, tötete er Fazl ibn Sahl, den berühmten Minister und Kommandeur der zivilen militärischen Kraft der abbasidischen Kalifen.

Imam Ridha (a.s.) wurde von Ma‘mun in Sarakhs inhaftiert. Nach der Inhaftierung wurde er nach Sanabad gebracht, wo er im Palast, von Humaid bin Qahtaba, gefangen gehalten wurde. Der Kalif ließ dem heiligen Imam (a.s.) Trauben bringen, welche vergiftet waren und dazu vergifteten Granatapfelsaft trinken. Ma‘mun wollte so keinen Hinweis hinterlassen, dass er den heiligen Imam (a.s.) vergiftet hätte.

Der heilige Imam (a.s.) wusste alles über diese Intrige und unterrichtete seine Anhänger über den mörderischen Versuch Ma‘muns.

Während dieses Tages, nach dem Mittagsgebet, rief er einen seiner Diener und sagte ihm, seine Dienerschaft solle schon essen.

„Mein Herr, wie sollen wir wissen, wie krank ihr in eurem Bett seid?“, antwortete der Mann.

Der Imam befahl ihnen das Essen zu servieren. In diesem kritischen Zustand aß der Imam (a.s.) in Gemeinschaft seiner Dienerschaft etwas, selbst unter den Schmerzen durch die Vergiftung. Es war eine Angewohnheit des heiligen Imams (a.s.) mit seiner Dienerschaft zu essen. Während des Essens ließ sich der Imam seinen Schmerz nicht anmerken und sprach mit jedem seiner Diener bis das Essen beendet war.

Plötzlich überkam dem Imam (a.s.) ein starker Schmerz und Trägheit, durch die er in Ohnmacht fiel. Die heilige Seele des unschuldigen Imams (a.s.) verließ die Erde in Richtung Paradies und die gesamte Welt des Glaubens und Aufrichtigkeit fiel in Wehklage.

Nachdem die Menschen von dem Martyrium des heiligen Imams (a.s.) erfuhren, brach eine große Welle der Trauer aus, die sich in kürzester Zeit stark vergrößerte. Die Trauernden vermuteten das Ma‘mun der Mörder des heiligen Imams (a.s) war.

Ma‘mun fürchtete den Trauerzug am Tage zu machen und befahl deshalb diesen in die Nacht zu verlegen.

Der Kalif befahl seinen Leuten den Imam (a.s.) unter dem Grab seines Vaters, Harun Al Rashid zu begraben. Doch die einzige Stelle in die man graben konnte, war über dem Grab von Harun Al Rashid.

So wurde der heilige Imam (a.s.) in der Einsamkeit der Nacht in dem Ort begraben, an dem er es prophezeit hatte, als er das erste Mal im Palast von Humaid bin Qahtabah im Jahre 201 nach der Hijra war.

Nachdem der berühmte arabische Dichter De‘bel Khozaee von der traurigen Nachricht gehört hat, schrieb er eine Elegie für den Imam:

„Zwei Gräber befinden sich in Tus. Einer der Gräber gehört dem besten Mann Imam Ridha (a.s.), während das zweite Grab einer der schrecklichsten Kreaturen (Harun, Ma‘muns Vater) gehört. Dies ist ein Beispiel für andere.

Diese verdorbene Seele kann durch die Nähe des heiligen Körpers des Imams (a.s.) keinen Segen erhalten, und die Heiligkeit des Imams (a.s.) kann nicht durch seinen verdorbenen Nachbarn beschmutzt werden.“ cover

Der heilige Schrein Imam Ridha (a.s.) ist eine heilige Pilgerstätte der hoffnungsvollen Besucher, welche in Ehrlichkeit und Bescheidenheit millionenfach, jedes Jahr die Heilige Stadt Maschhad besuchen.

So wurde ein kleines Dorf namens Sanabad zu einer der größten Metropolen, durch die Anwesenheit des Schreins, des heiligen Imam Ridha (a.s.)

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